Inhaltsverzeichnis

Zurück zum Kapitel

 

 

 

 

 

 

 

HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Zukunftsvision "grüne"  Arzneimittelwirkstoffe


Die Zukunftsvision lautet also: Umwelt- und Gewässerbelastungen durch die Entwicklung von grünen Arzneimittelwirkstoffen vermeiden helfen. Klar ist dabei, dass nicht jeder potenzielle Wirkstoff für jede Anwendung durch gezieltes Moleküldesign "grün gemacht" werden kann – hier wird es in jedem Einzelfall um einen Abwägungsprozess zwischen einer Vielzahl von Faktoren gehen. Die konkrete Handlungsperspektive ist viellmehr, möglichst früh im Entwicklungsprozess eines Arzneimittelwirkstoffs diese Möglichkeit als ein wichtiges Kriterium neben anderen mitzudenken und abzuprüfen. Dadurch werden langfristig mehr und mehr Erfolgsbeispiele für grüne Wirkstoffe entstehen und die strukturchemische Wissensbasis erweitert. Eine Erfolg versprechende Methode zum Aufbau dieser Wissensbasis ist das computergestützte Moleküldesign. Mit seiner Hilfe könnten zunächst bekannte Wirkstoffe auf Funktionalität und Abbaubarkeit optimiert werden. Dabei können bereits geringe Veränderungen der Molekülstruktur die physikalisch-chemischen Eigenschaften der Stoffe stark beeinflussen. Hersteller neuer Arzneimittelwirkstoffe nutzen diese Methode bereits, um die Wirksamkeit eines Stoffes zu optimieren und seine Nebenwirkungen zu minimieren. Die Optimierung von Wirkstoffen auch unter Umweltaspekten erfordert daher keine grundsätzlich neue Herangehensweise, sondern lediglich die Erweiterung der Methodik um eine weitere Zielgröße.*

* In einigen Fällen ist es bereits gelungen, mit Hilfe geeigneter Computerprogramme Wirkstoffe so zu modifizieren, dass bestimmte Wirkungen verstärkt oder abgeschwächt werden. Ein bekanntes Beispiel ist das AIDS-Präparat Agenerase.

zurück zum Kapitel

 

 

 



Humanarzneimittelwirkstoffe:

Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung

von Gewässerbelastungen
Eine Handreichung für die Praxis

(download)

 

 

 

   

Impressum
Stand 12.02.2009