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HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Wie die Entwicklung grüner Wirkstoffe befördert werden kann


Für die pharmazeutische Industrie bedeutet diese Handlungsperspektive, nachhaltige Unternehmensführung nicht nur auf die Rohstoffbasis und die Produktionsprozesse, sondern stärker auch auf die Produkte selbst zu beziehen. Eine solche Unternehmensführung entspricht dem Leitbild einer nachhaltigen Pharmazie.* Neben der Frage ihres ökonomischen Marktpotenzials gibt es mehrere Faktoren, die über die Chancen einer grünen Produktpolitik in der pharmazeutischen Industrie entscheiden. Dazu gehören die Weiterentwicklung von computergestützten Methoden des Moleküldesigns, die Durchsetzung des neuen Gestaltungsprinzips in Forschung und Entwicklung und vor allen Dingen die frühe Verfügbarkeit von Erfolgsbeispielen für grüne Wirkstoffe aus möglichst vielen unterschiedlichen Anwendungsbereichen – wobei "Erfolg" heißt, dass grüne Wirkstoffe nicht nur für die Umwelt besser sind, sondern gleich gute oder sogar bessere Anwendungseigenschaften haben als herkömmliche.

Im Folgenden wird ein Katalog von Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, durch den die Entwicklung von grünen Arzneimittelwirkstoffen befördert werden kann. Sie zielen vor allem darauf, das neue Gestaltungsprinzip als grundsätzlich neue Denk- und Herangehensweise in der Forschung- und Entwicklungspraxis zu verankern. Daneben werden Anreizinstrumente eingeführt, die eine grüne Produktpolitik für Arzneimittelhersteller attraktiv machen können.

 

* Im Gegensatz zur nachhaltigen Chemie hat sich das Leitbild „Nachhaltige Pharmazie“ bisher noch nicht etabliert. Nachhaltige Chemie fokussiert bisher eher auf die Veränderung von Rohstoffbasis und Syntheserouten. Dennoch kann eine nachhaltige Pharmazie aus den hier gesammelten Erfahrungen lernen. International werden beide Leitbilder unter den Stichworten „Green Chemistry“ und „Green Pharmacy“ diskutiert.

 

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Humanarzneimittelwirkstoffe:

Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung

von Gewässerbelastungen
Eine Handreichung für die Praxis

(download)

 

 

 

   

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Stand 12.02.2009