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HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Wie Gewässerbelastungen umwelttechnisch verringert werden können


Grundprinzip einer nachhaltigen umwelttechnischen Strategie zur Verringerung von Gewässerbelastungen durch Arzneimittelwirkstoffe und andere organische Spurenstoffe sollte es sein, möglichst an der Quelle der Stoffeinträge anzusetzen. Indem so Verunreinigungen von Flüssen, Seen und Grundwasserspeichern als Rohwasserquellen reduziert werden, können künftig nicht nur Trinkwasserbelastungen vermieden, sondern durch die Verbesserung der Gewässerqualität auch Risiken für die aquatische Tier- und Pflanzenwelt verringert werden. In diesem Sinne kommt Verfahren zur Verringerung der Einträge von Wirkstoffen in die kommunalen Abwässer eine besondere Bedeutung zu. Dabei ist jedoch ein zeitlicher Aspekt zu berücksichtigen: Die für einen wirksamen Beitrag in diesem Verfahrensbereich notwendigen Veränderungen in der Siedlungswasserwirtschaft sind nur langfristig realisierbar. Da die Einträge von Arzneimittelwirkstoffen sich in Zukunft aber eher noch erhöhen werden, müssen auch mittelfristig umsetzbare Maßnahmen einer erweiterten Abwasserbehandlung an den Kläranlagen und kurzfristig einsetzbare Einzelfalllösungen bei der Trinkwassergewinnung berücksichtigt werden.

Im Folgenden werden umwelttechnische Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, durch die Gewässerbelastungen durch Arzneimittelwirkstoffe nach dem aktuellen Stand von Forschung und Technik verringert werden können. Da die Datenlage bei einigen Optionen wie dem Einsatz von Pulveraktivkohle in Kläranlagen heute noch nicht ausreicht, um eine belastbare Empfehlung auszusprechen, wird als Handlungsmöglichkeit auf die Umsetzung von entsprechendem Forschungs- und Klärungsbedarf verwiesen.

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Humanarzneimittelwirkstoffe:

Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung

von Gewässerbelastungen
Eine Handreichung für die Praxis

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Stand 12.02.2009