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HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Trinkwasseraufbereitung in den Wasserwerken


Der Einsatz von Aktivkohlefiltration (teilweise gekoppelt mit Ozonierung) bei Wasserwerken, die ihr Trinkwasser aus Uferfiltrat, Flusswasser oder angereichertem Grundwasser gewinnen, ist in Deutschland weit verbreitet. Damit hält die Wasserwirtschaft ein Potenzial zum Trinkwasserschutz vor, das Durchbrüche von Arzneimittelwirkstoffen und anderen Spurenverunreinigungen vielerorts vermeiden hilft. Um dieses Potenzial weiter zu erhöhen, sollten – gegebenenfalls nach einer Einzelfallprüfung – Wasserwerke, die über diese Technik nicht verfügen, ihre Anlagen entsprechend nachrüsten, sofern der Vorsorgegrenzwert der Trinkwasserkommission von 0,1 Mikrogramm pro Liter für ausgewählte Leitsubstanzen anders nicht eingehalten werden kann. Durch diesen Schritt kann zusätzlicher Handlungsspielraum für die Umsetzung von quellennahen Maßnahmen zur Verringerung von Gewässerbelastungen mit Arzneimittelwirkstoffen gewonnen werden. Es kann so überdies der Entstehung einer Situation entgegengewirkt werden, in der künftige Nachweise von Arzneimittelrückständen im Trinkwasser – auch wenn sie gesundheitlich unbedenklich sind – zu einer möglicherweise nur schwer kontrollierbaren Dynamik in der öffentlichen Risikowahrnehmung führen. Eine Situation, in der unter Handlungsdruck nachhaltige Lösungsansätze gegenüber kurzfristigen Notlösungen zurücktreten könnten.

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Humanarzneimittelwirkstoffe:

Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung

von Gewässerbelastungen
Eine Handreichung für die Praxis

(download)

 

 

 

   

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Stand 12.02.2009