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WISSENSSTAND

In welchen Mengen werden Arzneimittelwirkstoffe eingesetzt?


Daten über den Arzneimittelverbrauch liegen in Deutschland nur begrenzt vor, da Arzneimittelhersteller bisher nicht verpflichtet sind, ihre Produktionsmengen offenzulegen. Zwar verfügen die gesetzlichen Krankenkassen über öffentlich zugängliche Daten zu den jährlichen Verordnungen. Diese spiegeln jedoch weder den auch durch zunehmenden Internethandel wachsenden Markt der frei verkäuflichen Medikamente wider noch den Anteil der an Privatpatienten abgegebenen Verordnungen. Die aktuellsten verfügbaren Daten hat das Umweltbundesamt auf Basis von Zahlen des Instituts für Medizinische Statistik (IMS Health AG, Frankfurt am Main) veröffentlicht. Danach wurden über die Apotheken oder die Krankenhäuser im Jahr 2001 insgesamt rund 38.000 Tonnen Arzneimittel abgegeben, verteilt auf 2.671 verschiedene Wirkstoffe. Zu den verkaufsstärksten Wirkstoffgruppen gehören nach diesen Daten mit zusammen etwa 2.500 Tonnen die Schmerzmittel (Analgetika) und Antirheumatika, gefolgt von Antibiotika (500 Tonnen), Antiepileptika (200 Tonnen) und blutdrucksenkenden Mitteln (Antihypertonika, Betarezeptorenblocker, 150 Tonnen). Diese Zahlen sagen jedoch noch nichts über den tatsächlichen Verbrauch aus, denn ein Teil der abgegebenen Arzneimittel wird (zum Teil entgegen der ärztlichen Empfehlung) gar nicht erst eingenommen.

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Humanarzneimittelwirkstoffe:

Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung

von Gewässerbelastungen
Eine Handreichung für die Praxis

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Stand 12.02.2009