Inhaltsverzeichnis

Zurück zum Kapitel

 

 

 

 

 

 

 

WISSENSSTAND

Bestehen Gesundheitsgefährdungen durch belastetes Trinkwasser?


Arzneimittelwirkstoffe gehören zu den humantoxikologisch am besten untersuchten Substanzen. Im Rahmen der Arzneimittelzulassung wird ein Wirkstoff nicht nur auf seine therapeutische Wirksamkeit geprüft, sondern auch auf eine Vielzahl unerwünschter Nebenwirkungen. Nach einhelliger Expertenmeinung können heute akute Gesundheitsgefährdungen im Sinne eines Auftretens solcher Nebenwirkungen durch den Konsum belasteten Trinkwassers nahezu ausgeschlossen werden. Dazu ein einfaches Rechenbeispiel: Der in Antiepileptika eingesetzte Wirkstoff Carbamazepin konnte vereinzelt in Trinkwasserproben in Konzentrationen von maximal 30 Nanogramm pro Liter nachgewiesen werden; bei einem Konsum von zwei Litern Wasser am Tag würde ein Mensch in einem siebzigjährigen Leben auf diesem Weg nur wenige Tausendstel einer empfohlenen Tagesdosis (um die 600 Milligramm) aufnehmen. Weitgehend unerforscht ist jedoch, inwieweit auch im Bereich dieser extrem kleinen Dosen bisher unbekannte Effekte auftreten könnten. Dies gilt insbesondere für chronische Effekte durch eine lebenslange Aufnahme von Stoffen und für Effekte durch Gemische von Stoffen mit ähnlichen Wirkmechanismen ("Cocktaileffekte"). Eine fundierte wissenschaftliche Risikoabschätzung ist derzeit noch nicht möglich.

zurück zum Kapitel

 

 

 

Humanarzneimittelwirkstoffe:

Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung

von Gewässerbelastungen
Eine Handreichung für die Praxis

(download)

 

 

 

   

Impressum
Stand 12.02.2009